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Borna

KircheBornaJanuar2010_2
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12. Jahrhundert
Wahrscheinlich entstand der Ort bei der Besiedlung des Miriquidiwaldes als Waldhufendorf und gehörte später als größtes Dorf zur Herrschaft von Blankenau.
1214
erste urkundliche Erwähnung von Born (Brunnen, Born).
1398
Ausbau der Straße nach Leipzig
1539
Borna kam zum Amt Chemnitz
1724
Die Bornaer Mühle wird urkundlich erstmals erwähnt.
1758
Am 17. Oktober fand auf der Bornaer Höhe ein Gefecht zwischen Österreichern und Preußen statt.
1783
Die Bornaer Schmiede wird erstmals erwähnt.
1779-1784
Johann Riedel baut erstes Gasthaus "Bornsche Häusel" an der Straße nach Leipzig, Borna hat nun 20 Bauern, 23 Gärtner (Häusler) und 43 Familien.
1804
"Grüner Hof" als Ausspanne eröffnet
1823
Die Bornaer Schmiede mit einer Schänke wird von Hufschmied Neuber neu gebaut.
1834
Am 17. Februar traten Borna und Heinersdorf aus dem Blankenauer Schulverband aus.
1838
1. Bornaer Schule an der Bornaer Straße wird eingeweiht (1999 abgerissen), erster Lehrer wird August Müller.
1852
Borna hat 632 Einwohner
1856
159 Schüler gehen in die Bornaer Schule.
1858
Der Schmied Pohlers übernimmt die Schmiede und den Salzschank.
1862
Das Ufer des Dorfbaches wird ausgebaut.
1872
Borna erhält einen Eisenbahnanschluss.
1874
26. März Baubeginn der Schule Sandstraße, am 15. Dezember erfolgte die Einweihung.
1834 - 1911
Louis Otto ist bedeutender Gemeinderat
1877
Borna hat 3 Gasthäuser davon 3 mit Saal
1878
Erste Sandgrube erschlossen, Gründung des Turnvereins Blankenburg.
1881
Neue Holzbrücke über die Chemnitz an der Mühle gebaut.
1884
Prof. Sterzel verwendet Funde aus der Sandgrube Beckert für seine wissenschaftlichen Arbeiten (Fossilien, Steine).
1889
Gesangverein "Concordia" gegründet
1891
Borna erhält eine Postagentur

1902
Borna erhält einen Eisenbahn-Haltepunkt, Straßenbahn fährt bis Gasthof "Grüner Hof", 1975 durch Buslinie ersetzt.
1903
Standesamt in Borna
1905
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr
1906
Einweihung des Bismarckturmes an der Röhrsdorfer Höhe.
1907
Borna erhält eine Sparkasse

1908
Anschluss an das Chemnitzer Elektrizitätsnetz.
1908
Eröffnung von B. Schäffers Wachstuchfabrik an der heutigen Louis-Otto-Straße, später Firma Schrebel dann VEB Doppelmoppel.
1911
Einweihung der Turnhalle an der Sandstraße, Bau eines Wasserleitungsbrunnens für Hochdruckwasser.
1911 - 1912
Vereinsgründung "Freie Turnerschaft", Baubeginn der Tuberkulose-Heilstätte Borna (1998 geschlossen), Borna hat nun 19 Güter, 1 Mühle, 5 Sandgruben und Ziegeleien.
1913
Am 1. Juli wird Borna nach Chemnitz eingemeindet, hat 3917 Einwohnern, 204 Häusern davon 10 Güter, 142 Gewerbetreibende, 97 Beamte und 1390 Arbeiter.
1913 - 1914
Bau der Gießerei Haubold, für Betriebsangehörige entstehen Wohnungen an der Leipziger Straße.
1914
Einweihung der Knopffabrik Petzold & Maeser am 1. Mai an der Sandstraße 74.
1914 - 1918
Im 1. Weltkrieg sind 150 Bornaer gefallen.
1916
Produktionsbeginn in der Gießerei Krautheim, später SAG Marten.
1917
Gründung de Chemnitzer Kriegersiedlung gGmbH
1920
Lehrer Mayas berichtet über seine Funde aus Bornaer Sandgruben der naturwissenschaftlichen Gesellschaft.
1925-1935
entstehen die Siedlungen: Eisenbahner-, Hans-Dathe-, Hermann-Löns-, Postsiedlung, Brunnenhof und Rosenhag.
1931
Einweihung der Hindenburgschule, ab 1945 Ernst-Schneller-Schule.
1935
Bau einer Betonbrücke über die Chemnitz nach Zerstörung der bis dahin bestehende Holzbrücke durch Hochwasser.
1937
Einweihung der Autobahn
1948
21. März: Gründungsversammlung der ersten Chemnitzer MAS, später MTS, Luis-Otto-Straße, 10. Oktober BSG Stahl Borna gegründet.
1950
Grundsteinlegung der Gnadenkirche Borna, Einweihung am 29. Juli 1951.
1979
Umzug der Ernst-Schneller-Schule und der Klassen 5-10 der POS Borna in neues ein Gebäude (Plattenbau), aus der alten Ernst-Schneller-Schule entsteht durch Umbau die zentrale Körperbehindertenschule für den Bezirk Karl-Marx-Stadt.
1980
Bahnhofsbetrieb wird eingestellt, nur noch Haltepunkt.
1981
Schließung des Schulteiles Sandstraße 102.
1995
Der ehemalige Schulstandort Sandstraße 102 wird durch die Waldorfschule Chemnitz reaktiviert.
1999
1. Januar: Tuberkulose-Klinik Borna wird geschlossen, Autobahnbrücke Wittgendsdorfer Straße wird neu gebaut.
2000
März: Beginn des Tunnelunterbaues am Eisenbahnviadukt Strecke Chemnitz-Leipzig wegen sechsspuriger Erweiterung der Bundesautobahn A4.

ch entstand der Ort bei der Rodung des Miriguidi-Urwaldes (Schwarzwald) als einreihiges Waldhufendorf am rechten Ufer der Chemritz. Zusammen mit Glösa, Draisdorf, Heinersdorf und Borna gehörte der Ort zu der um 1170 entstandenen Herrschaft Blankenau (Blankenburg).

12. Jahrhundert

Auf dem Kirchberg zu Glösa mit Blick auf die Chemnitzer Dörfer der Blankenau wird eine romanische Kapelle errichtet.

1338 - 1352 - 1548

1338 als Forth, 1352 als Furthe und 1548 als Furth findet der Ort in der Geschichte Erwähnung. Der Name deutet auf eine durch die Chemnitz führende Furth - Furt als wichtige Verkehrsverbindung hin.

1522 - 1541

Urkundliche Erwähnung der Mühle "zum Furth" (nähe heutiges Heizkraftwerk).

1546

Furth wird dem Amt Chemnitz zugeordnet.

1548

Furth wurde von 15 Bauern, 2 Gärtnern und 51 Inwohnern bewohnt.

1781

befinden sich auf der Further Flur noch 4 Fischteiche mit "Hecht und Speisefisch", heute zugeschüttet, Fisch- und Dammweg erinnern noch an diese Zeit. Der Aufschluss der Teiche durch Mönche erfolgte bereits um 1338.

19. Jahrhundert

Das Bauerndorf Furth verliert nach fast 700 Jahren immer mehr seinen dörflichen Charakter. Es entstehen kleine und große Betriebe, welche die Chemnitzer Industriegeschichte prägten.

1800

Aufschlussversuche nach Kohle in Furth, Glösa und in Borna.

1807 - 1811

Die nach englischen Vorbild errichtete große Spinnmühle am Chemnitzfluss mit Maschinenbauwerkstatt von J. C. Irmscher beschäftigt bereits 1807 25 Arbeiter. 1812 ist der Betrieb der bedeutendste sächsische Spindelhersteller.

1856 - 1875

Furth kommt zum Gerichtsamt Chemnitz bzw. ca. 20 Jahre später zur Amtshauptmannschaft Chemnitz.

1857

Lieferung des 1000sten mechanischen Webstuhls der Firma Schönherr.

1880

Einweihung der Chemnitztalstraße

1899

Verkehrsmäßiger Anschluss von Furth an die Stadt Chemnitz mit Weiterführung der Straßenbahn von der Mühlenstraße bis zum Ende der Blankenauer Straße am Gasthof "Scheibe", später Hochhaus Furth.

Weiterführung und 1920 Inbetriebnahme bis Chemnitztatstraße 108 - Nähe Gaststätte "Weilburg" - Einstellung der Straßenbahn 1972.

1899 - 1900

Gründung des Schmirgelwerkes (vormals Schönherr) und der Wachstuchfabrik Schwander auf Further Flur (als Beispiel für viele andere Further Unternehmen).

1892 - 1902

Konstituierung des Komitees zur Erbauung der Chemnitztalbahn - Einweihung 1902 mit Haltepunkt Glösa und Güterladestelle Furth in Richtung Sächsischer Webstuhlfabrik.

1901 - 1902

Die eiserne Bogenbrücke - auf Höhe der künftigen Güterladestelle Furth - mit einem Gesamtgewicht von 35 Tonnen wird ohne Demontage mit Hilfe von 2 Dampfwalzen an ihren nächsten Standort am Fischweg transportiert.

1902

Das alte Schulgebäude gegenüber dem Gasthaus "Schweizer Hof" (1860 erbaut) genügte nicht mehr den Anforderungen. 1902 Bau einer neuen Schule Chemnitztalstrasse 66 (später Pionierhaus). 1973- 1974 Neubau der Further Schule in unmittelbarer Nähe.

1903

Gründung "Allgemeiner Turnverein Furth". Vor ihm bestand schon die "Deutsche Turnerschaft", welche bereits im Jahre 1895 die hinter der Further Schule stehende Turnhalle erbauen ließ.

1913

Feierliche Eingemeindung von Furth in die Stadt Chemnitz am 01.07.1913 im Gemeindeamt Furth. Die Gemeinde umfasste damals eine Fläche von 370 Hektar und zählte 2.397 Einwohner (zum Vergleich: 31.2.1995 1978 Einwohner)

1916

Eine furchtbare Windhose, aus Richtung Schlossteich kommend, verursacht in Furth große Schäden.

1921

Ausbau des Aegir-Bades (jetzt Kleingartenverein "Heimaterde"). Die Wasserfläche betrug 50m x 16m, der Sprungturm war 3m bzw. 5m hoch. Im Sommer wurde es wöchentlich von max. 12.000 Badegästen besucht. Einstellung des Badebetriebes 1945.

1923 -1926

Hochhaus Furth - die Möbelstoffweberei Cammann & Co. baut das erste Hochhaus in Chemnitz mit über 40m Höhe.

1939

Richtfest für 136 Wohnungen in der Further Fuchsdelle - infolge landschaftlich schöner Lage einst Vorzeigeobjekt des Wohnungsbaus, Abriss der Wohnungen 2002.

1945

Bei den Bombenabwürfen 1944/45 auf Chemnitz waren in Furth viele Opfer zu beklagen.

1954

Immer wieder gab es verheerende Hochwasser zum Teil mit Eisgang. So wurde Furth u. a. im Jahr 1897, Februar 1909 sowie 1954 schwer getroffen. Ab 1954 erfolgen Regulierungsarbeiten des Chemnitzbogens am Kirchberg, einschließlich Bau eines Hochwasserschutzdammes.

1959

Grundsteinlegung für das Heizkraftwerk Nord im Bereich des Dammweges zwischen Chemnitztal- und Blankenburgstraße. Der Schornstein ist mit 302 Meter über Straßenniveau höchstes Bauwerk in Chemnitz.

1964 - 1991

Betrieb des Plattenwerkes am Dammweg mit einem Ausstoß von 4.000 Wohnungen im Jahr.

2000

Die SV Fortuna Furth - Glösa besitzt erstmals einen Rasenplatz mit Flutlicht und Tribüne in der Chemnitztalstraße unterhalb des Kirchberges.

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