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Glösa

 Ausblick zur KohlungBahnhof-KinderwaldstaetteGemeindeplatz Post KindergartenSiedlerheim

Mitte 12. Jahrhundert
Urbarmachung und Gründung von Glösa als Waldhufendorf, wahrscheinlich durch Bauern aus dem Rhein-Mosel-Gebiet, 10 Bauern erhalten je eine Hufe und Anlage eines Pfarrgutes.
12. Jahrhundert
In einem kirchlichen Steuerregister ist die Parochie (Kirchspiel) Glösa mit den Dörfern Glösa, Borna, Furth, Heinersdorf und Draisdorf aufgeführt. Der Bau einer romanischen Kapelle auf dem Kirchberg ist wahrscheinlich.
1259-1269
Errichtung der Blankenburg als Wasserburg im Chemnitztal in der Nähe der Einmündung des Bahrebachs.
1269
Die St. Jodokus-Kirche wird bezeugt als unter dem Schutz der Herrschaft von Blankenau stehend.
1307
Zerstörung der Burg Blankenau im Streit des Kaisers Albrecht mit den Markgrafen Friedrich und Diezmann. Die Herren von Blankenau waren Lehnsleute des unterlegenen Kaisers.
1330
Urkundliche Erwähnung als "Glesa"
1338
Kaiser Ludwig gibt die Dörfer des Blankenauer Grundes (Glösa, Borna, Furth, Heinersdorf und Draisdorf) dem Chemnitzer Benediktinerkloster zu Lehen.
14. Jahrhundert
Kirche und Friedhof werden zu einer Wehranlage ausgebaut.
1522
Heinrich von Schleinitz als 16. Abt des Chemnitzer Klosters bezieht das Glösaer Pfarrhaus als Ruhesitz.
1539
Am Sonntag zu Cantate (4. Sonntag nach Ostern) wird der erste evangelische Gottesdienst in der Glösaer Kirche gefeiert. Die Dörfer des Blankenauer Grundes werden im Zuge der Reformation dem Amt Chemnitz ab 1875 Amtshauptmannschaft Chemnitz, unterstellt.
1633
277 Verstorbene sind im Sterberegister der Kirche als Folge des 30-jährigen Krieges von 1618 bis 1648 eingetragen. Kriegsereignisse und Pest waren die Todesursachen. Vorher waren jährliche 12 Todesfälle verzeichnet.
18. Jahrhundert
Erste Häusler siedeln auf dem Gemeindeland beiderseits des Dorfbaches.
1727
Inbetriebnahme einer Schmiede (Dorfstraße 22), Ende 18.Beginn 19. Jh. Entwicklung des Strumpfwirkerhandwerks (1782 erster Strumpfwirker, 1863 Strumpfwirkerinnung mit 13 Meistern aus Glösa). Die Gaststätte Strump (Dorfstraße / Ecke Görnergasse) erinnerte daran.
1828
Bau des Gasthofes Bankenau
1839
Einführung der neuen Gemeindeordnung (Landgemeindeordnung vom 2.11.1837), Bildung der politischen Gemeinde und eines Gemeindevorstandes in dem die Begüterten (Gutsbesitzer) bestimmend sind.
1838 - 1842
Grabungen nach Steinkohle führen nur auf schwache, nicht abbauwürdige Flöze.
01.09.1852
Die Eisenbahnlinie Riesa - Chemnitz wird eröffnet, später entsteht der Haltepunkt "Kinderwaldstätte".
27.02.1083

Auf Beschluss des Gemeinderates zu Furth, Glösa und Draisdorf wird eine Freiwillige Feuerwehr errichtet.

1881

Bau einer Schule auf dem Kirchberg, die alte Pfarrschule wurde fortan nur noch als Wohngebäude genutzt.

Ende 19. Jahrhundert
Beginn der Bebauung des Gebietes Chemnitztalstraße - Querstraße
17.10.1896
Einrichtung einer Posthilfsstelle
Ende 20. Jahrhundert
Das erste Gemeindeamt befindet sich in der Chemnitztalstraße 144.

01.07.1902
Eröffnung der Eisenbahnlinie durch das Chemnittal.
1902

Die stählerne Chemnitzbrücke wird per Landtransport vom Dammweg in Furth zu ihrem neuen Standort am Fischweg umgesetzt, später Abbau und neue Lagerung in Draisdorf.

1910
Eröffnung einer Sparkassenfiliale, Gründung des Bau- und Sparvereins, 1911 Fertigstellung des ersten Neunfamilienhaus (Ziegeleistraße 1).
September 1911
Das Kindererholungsheim, damals auf Auerswalder Flur und heute Seniorenheim in Glösa, wird eröffnet.
1914 - 1918
Der Weltkrieg fordert 60 Kriegstote.
1915
Beginn de Gasversorgung durch das Städtische Gaswerk Chemnitz, Die "Kohlung" wird nach Glösa eingeflurt.
1918
Der Bau- und Sparverein erwirbt das "Heilmannsche Gut" (Am Berg) und erbaut auf dessen Flur die Glösaer Siedlung. Das erste Doppelhaus (An den Linden) wird am 01.07.1919 bezogen.
1924 sind 151 Häuser bezugsfertig.
1919
Die Gemeinde kauft Land aus Freigutbesitz und verlegt das Gemeindeamt in das ehemalige Wohnstallhaus des Freigutes, Chemnitztalstraße 186
1922
Die 1895 gegründete Fa. Betonwerke Emil Leonhardt erhält das Patent auf einen eisenbewehrten T-Betonträger. Als "Leonhardtbalken" wird er zu einem Begriff im Bauwesen.
15.01.1927
Einweihung der "Neuen Schule" am Schulberg 3.
01.01.1933
Eingemeindung von Draisdorf nach Glösa.
1937
Der Abschnitt Dresden - Meerane der Reichsautobahn wird in Betrieb genommen. Die Autobahn führt entlang des Sechsrutenwaldes und überquert das Chemnitztal auf zwei großen Stahlträgerbrücken.
1939 - 1945
Im 2. Weltkrieg hat Glösa über 100 Kriegstote zu beklagen.
05.03.1945
In der Bombennacht werden die Glösaer Kirche und acht Häuser zerstört und weitere Gebäude beschädigt.
01.07.1950
Glösa wird nach Chemnitz eingemeindet.
1954
Der Wiederaufbau der Kirche ist abgeschlossen. Die Glösaer Kirche wird geweiht, der Wiederaufbau des Turmes dauert noch an. Am 07.05.1959 sind alle Wiederaufbauarbeiten beendet.
Juli 1954
Das Chemnitz-Hochwasser richtet große Schäden an, u.a. wird die Eisenbahnbrücke am Bahnhof Glösa beschädigt.
1956
An der Schmidt-Rottluff-Straße entsteht ein Alpiner Garten. Diese durch die Walter-Meusel-Stiftung betreute Anlage zählt heute trotz ihrer „Kleinheit" zu den bedeutenden botanischen Gärten in Deutschland.
1972 - 1975
In der Chemnitzaue zwischen Bornaer Straße und der Autobahn wird der VEB Starkstromanlagenbau Karl-Marx-Stadt (später VEB NUMERIK) errichtet.
Heute sind auf dem Gelände im Gewerbegebiet KIREMUN über 100 Firmen ansässig.
06.12.1975
Wedergründung der Freiwilligen Feuenwehr Glösa. Die neue Feuerwache entsteht vor dem NUMERIK-Betriebsgelände Bornaer Straße 205.
1998
Einstellung des Personenverkehrs auf der Chemnitztalbahn.
1999
Die neue Autobahnanschluss stelle Chemnitz-Glösa wird einseitig Richtung Erfurt in Betrieb genommen. Bei der Rekonstruktion des Pfarrhauses wird durch Holzuntersuchungen wird dessdessen Baujahr auf vor 1520 datiert.

 
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